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	<title> &#187; Produktivität</title>
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		<title>R&#252;ckst&#228;nde &#8211; ein Ergebnis zu gro&#223;er Entscheidungsfreiheit</title>
		<link>http://michaelletzel.de/2009/10/14/rueckstaende-ein-ergebnis-zu-grosser-entscheidungsfreiheit/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 09:48:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Produktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschieberitis]]></category>
		<category><![CDATA[gtd]]></category>
		<category><![CDATA[Rückstände]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei meinen &#220;berlegungen zu der Frage, was urs&#228;chlich ist f&#252;r das Entstehen von Arbeitsr&#252;ckst&#228;nden, ist mir heute klar geworden, dass ein &#8220;Zuviel an Entscheidungsfreiheit&#8221; wesentlich dazu beitragen kann. Ich bin immer wieder fasziniert von der Logistik in (gut funktionierenden) Restaurantk&#252;chen. Dort werden die Bestellungen vom Grundsatz her so abgearbeitet, wie sie durch den Kellner &#252;bermittelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-54 aligncenter" title="kueche" src="http://michaelletzel.de/wp-content/uploads/2009/10/kueche-300x200.jpg" alt="kueche" width="300" height="200" /></p>
<p style="text-align: left;">Bei meinen &#220;berlegungen zu der Frage, was urs&#228;chlich ist f&#252;r das Entstehen von Arbeitsr&#252;ckst&#228;nden, ist mir heute klar geworden, dass ein &#8220;Zuviel an Entscheidungsfreiheit&#8221; wesentlich dazu beitragen kann.</p>
<p>Ich bin immer wieder fasziniert von der Logistik in (gut funktionierenden) Restaurantk&#252;chen. Dort werden die Bestellungen vom Grundsatz her so abgearbeitet, wie sie durch den Kellner &#252;bermittelt werden. Es gibt in der K&#252;che nicht die Freiheit zu sagen &#8220;N&#246;, Wiener Schnitzel mach ich nicht so gerne. Der Gast kann warten, bis ich andere, angenehmere Bestellungen zubereitet habe&#8230;&#8221;. Dies w&#252;rde innerhalb k&#252;rzester Zeit zu absolutem Chaos f&#252;hren. Ganz zu schweigen von den G&#228;sten, die, am gleichen Tisch sitzend, ihre Speisen zu ganz unterschiedlichen Zeiten erhalten w&#252;rden.<br />
Was auch nicht vorkommt, ist die Tatsache, dass am Ende des Arbeitstages noch Bestellungen offen sind und der Gast dann bis morgen warten m&#252;sste. Die Arbeit eines Tages wird an einem Tag erledigt.</p>
<p>Ich sp&#252;rt, worauf ich hinaus will: R&#252;ckst&#228;nde k&#246;nnen praktisch dann nicht entstehen, wenn eine klare Regelung existiert, wann und in welcher Reihenfolge (z.B. 5-G&#228;nge-Men&#252;) die Dinge zu erledigen sind.<br />
Genau diese Regelungen existieren allerdings z.B. bei vielen &#8220;Schreibtischt&#228;tern&#8221; und anderen kreativ T&#228;tigen nicht &#8211; et voila: R&#252;ckst&#228;nde sind vorprogrammiert&#8230;</p>
<p>Demnach muss es also darum gehen, diese Entscheidungsfreiheit, wann was zu tun ist, sinnvoll einzuschr&#228;nken. Aber wie soll diese Einschr&#228;nkung funktionieren? Gehen wir nochmal in die Restaurantk&#252;che. Erstes Kriterium ist der Zeitpunkt, wann die Bestellung eingeht. Danach wartet die K&#252;che auf ein Zeichen des Kellners, wann der zweite Gang fertiggestellt werden muss, usw.</p>
<p>Demnach arbeiten Restaurantk&#252;chen &#8211; grob gesprochen &#8211; nach dem FIFO-Prinzip: First in, first out.</p>
<p>Allerdings sind sicherlich noch viele andere Kriterient denkbar, welche die Entscheidungsfreiheit einschr&#228;nken:</p>
<ul>
<li><strong>Priorit&#228;t</strong><br />
Dies ist ein ganz klassisches Auswahlkriterium, wenn es um die Frage geht, was als Erstes zu tun ist. Die Praxis zeigt allerdings, dass Priorit&#228;t, so plausibel dies erscheinen mag, als einziges Kriterium oft nicht geeignet ist, die Aufgaben zeitnah zu erledigen und R&#252;ckst&#228;nde zu vermeiden.</li>
<li><strong>Heute gebracht, morgen gemacht</strong><br />
Dies ist ein Prinzip, was in aller Ausf&#252;hrlichkeit durch <a href="http://www.markforster.net/blog/" target="_blank">Mark Forster</a> in seinem Buch &#8220;Do it tomorrow&#8221; (engl.) beschrieben wird<br />
<iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=lebenskunst-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=0340909129&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=transparent&amp;bg1=transparent&amp;f=ifr" marginheight="0" marginwidth="0" style="float:right; width:120px; margin-left:10px; height:240px; background-color:#FFFFFF; border:1px solid #000000;"></iframe><br />
Er geht davon aus, dass im Schnitt jeden Tag soviele ToDos erledigt werden m&#252;ssen, wie &#8220;eingehen&#8221;. Aus diesem Grund schl&#228;gt er vor, dass wir t&#228;glich alle Aufgaben, die am Vortag eingegangen sind erledigen. Auf diese Weise k&#246;nnen keine R&#252;ckst&#228;nde entstehen. Er nutzt damit das Konzept der &#8220;closed List&#8221; (geschlossene Liste) welche nach seiner Auffassung deutlich weniger Widerst&#228;nde provoziert, als eine ewig lange offene Liste.</li>
<li><strong>Kontext</strong><br />
Der Ort an dem wir uns befinden oder die Arbeitsmittel, die uns zur Verf&#252;gung stehen k&#246;nnen ebenfalls eine Entscheidungshilfe sein, wenn es darum geht, die jetzt zu erledigende Aufgabe auszuw&#228;hlen. Dieses Konzept &#8211; Ihr habt es schon erraten ist das Herzst&#252;ck von <a href="http://www.davidco.com/" target="_blank">David Allens</a> &#8220;Getting things done&#8221; (gtd). <iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=lebenskunst-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=3492240607&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=transparent&amp;bg1=transparent&amp;f=ifr" marginheight="0" marginwidth="0" style="float:right; width:120px; margin-left:10px; height:240px; background-color:#FFFFFF; border:1px solid #000000;"></iframe>Auch hierzu existiert ein Buch des &#8220;Erfinders&#8221;, in dem er ausf&#252;hrlich die Art und Weise beschreibt, wie er die Aufgaben vom Tisch bekommt.  GTD ist wahrscheinlich das derzeit am meisten genannte System der Aufgabenerledigung. Das Ganze ist relativ komplex und hat f&#252;r viele da drau&#223;en fast schon Religionsstatus. An dieser Stelle nur so viel: Der Kontext ist das Erste zu pr&#252;fende Kriterium f&#252;r die Aufgabenauswahl. Es folgen weitere, wie die zur Verf&#252;gung stehende Zeit, der Energielevel usw. bis irgendwann, aber erst ziemlich am Ende der Liste auch die Priorit&#228;t als Kriterium auftaucht.</li>
</ul>
<p>Mit Sicherheit gibt es viele weitere denkbare Kriterien, die geeignet sind, die Entscheidungsfreiheit einzugrenzen. Ich m&#246;chte hier an dieser Stelle keine Pr&#228;ferenz aussprechen sondern erst noch mal ganz bewusst den Vergleich anstellen. Eins scheint klar. Am Ende wird es sicherlich die Kombination mehrerer Kriterien sein, die wirksam ist. Ich werde Euch dazu auf dem Laufenden halten, was bei mir funktioniert.</p>
<p>So viel erstmal von dieser Erkenntnis</p>
<p>Frohes Schaffen</p>
<p>Euer<br />
Michael</p>
<p>P.S. Ja, die B&#252;cherlinks sind mit meiner &#8220;Partner-ID&#8221; bei Amazon versehen. Jeder kann selbst entscheiden ob er sie nutzen m&#246;chte oder auf anderem Weg &#8220;zum Buchhandel gelangt&#8221;. Falls Ihr meine Links nutzt, k&#246;nnt Ihr es als kleine W&#252;rdigung meiner Arbeit sehen. Vielen Dank.</p>
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		<title>Aufschieben oder Schaffen &#8211; der Modus macht´s</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 12:25:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kieselstein-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Produktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschieberitis]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe nun eine Woche des Selbstversuches “Kieselstein-Technik” hinter mich gebracht und das ist hierbei die wichtigste Erkenntnis: Ob wir aufschieben oder was schaffen h&#228;ngt ganz wesentlich von dem “Modus” ab in den wir uns selbst versetzen! Wir alle kennen das: Wenn wir im B&#252;ro sitzen und erst mal angefangen haben, im Internet zu surfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-22" title="Schalter" src="http://michaelletzel.de/wp-content/uploads/2009/10/Schalter.jpg" alt="Schalter" width="270" height="370" />Ich habe nun eine Woche des Selbstversuches “Kieselstein-Technik” hinter mich gebracht und das ist hierbei die wichtigste Erkenntnis:</p>
<p><strong>Ob wir aufschieben oder was schaffen h&#228;ngt ganz wesentlich von dem “Modus” ab in den wir uns selbst versetzen! </strong></p>
<p>Wir alle kennen das: Wenn wir im B&#252;ro sitzen und erst mal angefangen haben, im Internet zu surfen (manche sagen auch: Nach wichtigen Informationen suchen), dann kann es manchmal Stunden dauern, bis wir uns wieder daran erinnern, was wir eigentlich zu tun haben….</p>
<p>…meine Theorie hierzu: Wir sind nicht wirklich faul sondern wir haben uns schlicht in den falschen Modus versetzt (in dem Fall in den Surf-Modus) und dann den Schalter zum Umschalten in den “Schaff-Modus” nicht mehr gefunden. Wenn das so stimmt, dann m&#252;sste es umgekehrt ja m&#246;glich sein, dass wir uns in einen produktiven Modus versetzen, der es dann seinerseits erschwert, aufzuschieben oder sonstige Dinge zu tun, die jetzt nicht an der Reihe sind…?!?</p>
<p>Ob diese Modus-Theorie stimmt m&#252;sste die Praxis zeigen. Bei mir war es nun aber diese Woche so, dass die Praxis bei meinem <a href="../2009/09/28/inbox-zero-mein-erster-kieselstein/" target="_blank">Kieselstein Nr. 1</a> funktioniert hat &#8211; die Theorie habe ich erst danach entwickelt.</p>
<p>Nochmal kurz zur Erinnerung: Ich wolle t&#228;glich meinen Eingangskorb leeren, d.h. alle Papiere, die sich am Vortag dort angesammelt haben auf die ein oder andere Weise abarbeiten. Abarbeiten hie&#223; sofort erledigen oder zur baldigen Erledigung notieren und in bis dahin an geeigneter Stelle ablegen. Und siehe da: Dies hat wunderbar funktioniert, ohne dass es besonders anstrengend gewesen w&#228;re. Ich bin sehr selten auf die Idee gekommen, etwas anderes zu tun und wenn, dann dann wollte ich immer relativ schnell wieder zur&#252;ck zu meinem Kieselstein!</p>
<p>Nun denn, das war also ein super Einstieg und jetzt wird es h&#246;chste Zeit, dass ich meinen n&#228;chsten Kieselstein suche. Doch davon sp&#228;ter mehr…</p>
<p>Euer<br />
Michael</p>
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