Hilfe ich bin ein Versager

26 September 2009 in Kieselstein-Technik

Viele von uns kennen sicherlich dieses garstige Gefühl: Vieles haben wir uns vorgenommen, Vieles probiert aber nur Weniges ist wirklich geglückt. Wir wollten regelmäßig Sport treiben – jetzt reicht´s nur noch für Extreme-Couching. Wir wollten abnehmen – irgendwie sabotiert uns die Anzeige der Waage. Wir wollten zu Hause mal so richtig ausmisten – jetzt halten wir das Chaos schon fast für den Normalzustand. Wir wollten weniger vor der Glotze sitzen – das neue Heimkino-System muss sich aber auch rechnen…Die Liste ließe sich unendlich fort führen und jeder der dies liest könnte sicherlich ohne weiteres Nachdenken fünf weitere Beispiele anführen.
Das Problem ist, dass wir uns irgendwann selbst nicht mehr leiden können, weil wir spüren, dass wir uns mehr und mehr selbst belügen. Dabei haben wir uns doch so angestrengt, waren bereit, riesige Opfer zu bringen – trotzdem Fehlanzeige…Statt noch tiefer in Selbstzweifeln zu versinken, habe ich mir überlegt, ob es daran liegen könnte, dass genau diese geballte Willpower und dieser grenzenlose Anfangs-Enthusiasmus vielleicht gar nicht das ist, was wirklich funktioniert. Vielleicht gehe ich falsch an die Sache heran. Die negative Erfolgsstatistik würde jedenfalls dafür sprechen. Ich glaube nämlich nicht daran, dass mit mir etwas nicht in Ordnung ist oder dass ich schlicht zu faul bin, etwas zu erreichen….!!!
Und da ich schon immer großen Spaß am Experimentieren und am Spielen hatte,  hab ich mir überlegt, die Herangehensweise einfach mal in ihr Gegenteil zu verkehren. An Stelle einer anfänglichen Riesenanstrengung (”Ab sofort wird alles anders…”) setze ich quasi eine “Mikro”-Veränderung – die kleinste denkbare Veränderung in einer Sache, die noch Wirkung erzielt. Wie ein kleiner Kieselstein, der in Gesellschaft mit anderen den Lauf des Flusses ebenso verändern kann, wie der große Felsblock. Mit dem entscheidenden Unterschied: Den Kieselstein können wir ganz ohne Mühe tragen und an der richtigen Stelle platzieren. Den Felsblock lassen wir – noch  bevor er zum Fluss gebracht ist – mehrmals fallen und geben schließlich entmutigt auf.
So viel kann ich jetzt schon zu meinem “Selbstversuch” sagen: Es macht großen Spaß, und da einem diese Mikro-Schritte wirklich locker von der Hand gehen, ist die Motivation, weiter zu machen ungleich höher. Und dennoch habe ich das Gefühl etwas zu erreichen! Keine Angst, ich werde nicht so vage bleiben. In weiteren Beiträgen, die in Kürze folgen, weiter ich Euch mehr erzählen über meine Kieselstein-Technik – in Theorie und in Praxis.
Bis dahin bleibe ich
Euer
 Michael

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26 September 2009 Kieselstein-Technik

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